B l i n d   D a t e

D i e   E r f a h r u n g   d e r   W e l t


Künstler

Manfred Scharpf

In der Urkraft des EROS spiegelt sich der Mensch, nicht nur in seiner gegenseitigen Anziehung sondern weit darüber hinaus in der Beziehung zum Kosmos. Im Großen wie im Kleinen, in der Welt der Steine wie in Tieren und Pflanzen – im gesamten Spannungsfeld unserer Existenz. 
Der mythische EROS trägt zwei Pfeile im Köcher die unser Verhältnis zu diesem Kosmos ausdrücken. Die goldene Spitze des Einen befeuert die Leidenschaft und verweist auf die Liebe und das Leben selbst. Die Bleierne des Zweiten zeigt auf eine Welt ohne Sinnenfreude aus der EROS seine Psyche – und damit unsere Seele retten will. Für uns Menschen ein schönes Sinnbild, das bejahende Prinzip des EROS auch auf unser Leben in einer zunehmend seelenlosen Welt zu übertragen. 

Die Philosophie von Manfred Scharpf gründet nicht auf theoretischen Formeln, sondern speist ihre Kraft aus den unmittelbaren Erfahrungen mit der psychischen, stofflichen und der sinnlichen Welt. Der Maler durchwanderte viele Welten des Menschseins und erfuhr dabei, dass sich deren Kontraste gegenseitig bedingen. Für seine Arbeit mit „schweren Jungs und leichten Mädchen“, gebannt in „brisanten Altären der Neuzeit“ ist er berühmt. Seine Lebensart als Gourmet entspricht der Kulinarik seiner Maltechniken. Auf diese Weise ruft der Maler unseren ursprünglichen Sinn für den Wert von Vielfalt, Widerspruch, Analyse und Synthese, allesamt Teil einer universellen Wahrheit in Erinnerung. Er lenkt unseren Blick wieder auf die kleinen Wunder des Lebens um in ihnen den EROS abseits der Plastik und Hochglanzwelt zu entdecken. Eine sinnliche Liebe zur Welt als Tor zur Seele mit den Mitteln der Malerei. 



Kommentare

Schwäbische Zeitung, 1.August 2018, „Wenn sich der Minister ein Bild vom Maler macht“, von Sabine Centner

„Die Realität aus einem anderen Blickwinkel sehen“, beschreibt er (der Maler) seinen künstlerischen Anspruch. „Ein guter Ansatz für die Politik“, meint Guido Wolf dazu.“

60 Jahre Kunst in und aus Baden-Württemberg, Stuttgart 2013, Dr. Karin von Maur

„...Scharpf zeigt in seinen gemalten Werken alle Facetten des menschlichen Seins und hat dabei keinerlei Berührungsängste. ...internationale Ausstellungen sprechen für die Qualität seiner Arbeiten."

TAZ, Beilage Kontext Wochenzeitung, Ausgabe 152, 16.2.2014: „Vom Teufel gemalt", von Josef Otto Freudenreich

„...Kaum einer beherrscht die alten Techniken wie er..., manche nennen ihn auch den Rubens von Oberschwaben"

Stuttgarter Zeitung, 23.7.2009, Nr. 167: „Mit grobem Pinselstrich"

„...der 62 jährige ist ein notorischer Tabuverletzer, immer hart an der Geschmackgrenze und darüber. Vielleicht ist es der Kontrast zwischen Idylle und Realität, der im Süden schärfer hervortritt, der den täglichen Alb sichtbarer macht - und wiederum erträglicher..."

Magazine of the German-American Chamber of Commerce, Oktober/2001:

„The New York paintings are dedicated to the theme of male heroism. They were first shown on the aircraft carrier Intrepid in 1998, during an event in which American Olympic champions activelly participated – they, too, qualify for heroism of the everyday, In this time of collective shock, Manfred Scharpf´s pictures demand an emotional an innovative re-start more than they ever did before, they may give new strength to us, the beholders, in this moment in time.“ 

Welt am Sonntag, 26.3.2017

„Das Inferno, das sogar den Papst begeistert"

Fränkischer Tag, Feuilleton, 10.3.2017, „Gemalte Predigten" von Marion Krüger-Hundrup

„... ich bin das Tor zu den verlorenen Menschen. So dichtete Dante in seiner Göttlichen Komödie. Mit seiner gewagten Sonderausstellung „REVELATIO“ wagt das Schatzhaus auf dem Bamberger Domberg einen verstörenden Blick ins Inferno. 

Die Zeit, Christ&Welt, 10.4.2014, No. 16: „O Haupt voll Blut"

„Der Maler Manfred Scharpf hat das meist diskutierte Kreuzigungsbild geschaffen ...durch die Provokation wird im Menschen ein Denkprozess ausgelöst der ihn weiterbringt."

Stuttgarter Zeitung, 8.5.2013, Nr. 106, Wolfgang Messner

„Wo der Jesus ein Junkie in Turnschuhen ist"

Westfälische Rundschau, Hellweger Anzeiger, 18.2.2015, Thomas Raulf

„Bilder aus der Hölle befeuern die Erkenntnis"

Bamberger Zeitung, November 2009: „Wasser glüht und Vögel verstummen"

„...ein machtvolles verstörendes Opus, das aus Erlebnissen in Tschernobyl entstand."

TV Reportagen 

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