Wir laden Sie ein zu einem Exkurs in künstlerische Erfahrungen des Menschseins. In ein Abenteuer das mehr (ent)hält als ein elektronisches Medium verspricht. Der Wunderblock öffnet das Werk des Künstlers Manfred Scharpf Schicht für Schicht. Eine wahre Heldenreise durch fünfzig Jahre der Selbstbehauptung in der Moderne.

Veröffentlicht am 07.06.2018

DAS NEUE PROGRAMM

„Der erste Schritt zu unserer und zur Veränderung der Welt ist oft so zart und subtil wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Wo kann solches geschehen? In besonderer Weise an einer Quelle kreativer Kraft, an der Meisterwerke der Malerei entstehen.“
Zwei sich ergänzende Formen und Methoden vereinigen sich nun im neuen Seminarkonzept zu einem gemeinsamen „Kraftstrom“ – die Malerei von Manfred Scharpf und die Beratungstätigkeit seiner Frau Renata mit Hilfe der Kunst. 
Die Erfahrungen des Künstlers mit seinem über vierzigjährigen erfolgreichen Schaffen verbinden sich mit der praktischen EVOPÄD Beratungstätigkeit von Renata Scharpf-Tejová. Aus diesen Voraussetzungen entwickelten beide eine „Ökonomie der Seele“. weiter lesen...

Veröffentlicht am 07.06.2018

BLIND DATE mit LICHTEM BLICK

Beinahe alle Fragen die uns heute brennend bewegen – in Gesellschaft und Kultur, in Politik oder Natur münden in ein Thema – die Entfremdung von uns selbst. Wo ist sie hin, die Muße, die einmal den Spielraum für den Dialog sowohl mit unserer eigenen als auch mit der Seele unserer Mitmenschen bildete? Warum sind wir uns so fremd, warum fürchten wir das Fremde? Im Juni 2017 begegneten sich zwei Künstler am Fuß des Montmartre – der süddeutsche Altmeister M.Scharpf und der junge afrikastämmige Graffitikünstler Den End. Aus ihrer gegenseitigen Fremdheit – aber auch Faszination entwickelte sich die Idee ein gemeinsames Werk zu schaffen, mit ihm das Schöpferische im Fremden aufzuspüren und zu dokumentieren. weiter lesen...

Veröffentlicht am 29.05.2018

PRÄGUNGEN

1945 – nach dem Wunsch meiner Mutter sollte ich ein Mädchen werden. Alte Fotos zeigen mich als solches verkleidet. Das ging gründlich schief und verursachte einige Verwerfungen auf dem Weg zum Erwachsenen.
Mit zwölf begann ich – zur Verwunderung meiner Eltern, Bachs Kunst der Fuge und Monteverdi´s Orfeo zu hören. Mit sechzehn las ich Dantes Inferno. Danach de Sades Justine, mehr aus Angst vor Entdeckung als aus Pietät verkrochen unter der Bettdecke. Solche Ängste gingen erst später den Bach runter. Das Werk de Sades, nicht gerade lustbeflügelnd, sondern eher das krasse Gegenteil, hatte einer meiner Klassenkameraden aus dem Schrank seines Vaters, eines Altphilologen entwendet und verlieh es an seine Mitschüler gegen Entgelt. Zuerst schockiert, dann fasziniert. Da hatte doch Einer am Ende des 18.Jhdts. den Mut, die Abgründe der menschlichen Seele abzubilden, wie sie sich sonst nur in Kriegszeiten demaskieren. Er, de Sade, dessen Name für eine Pathologie der Perversion herhalten muss, von dem seltsamerweise aber kaum persönliche Abartigkeiten bekannt sind – hatte den Zustand der gesellschaftlichen Elite (der unseren nicht unähnlich), am Vorabend der französischen Revolution beschrieben. Eine Zeit des Umbruchs war gekommen. Zur Zeitenwende vom 19. zum 20. Jhdt. verliehen die Forscher Krafft-Ebing und Sigmund Freud den von de Sade beschriebenen Grotesken ein psychologisches Gesicht. Trotz dieser Erkenntnisse kam es zur größten Katastrophe seit Menschengedenken.
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