Studio Fundamentum - Sonntagsgespräche werden fortgesetzt
Leutkirch im Allgäu · Schloss Zeil 34 · jeweils 14:30 Uhr
14. Juni - Das Fundament
Ein Bild beginnt nicht mit der Farbe. Es beginnt mit dem Grund, mit Stille, innerer Haltung, Vorbereitung. Manfred Scharpf eröffnet das Atelier und spricht über das, was trägt - im Bild und im Leben, über ein Weg vom Schlichten zum Erhabenen.
21. Juni - Farbe ist nicht gleich Farbe
Lapislazui leuchtet anders als jedes synthetische Blau. Ja es ist teuerer, aber es trägt eine Geschichte. Ein Abend über die Wirkung natürlicher Pigmente auf den Betrachter, und was die Alten Meister darüber wussten.
28. Juni - Licht aus der Tiefe
Ein Bild, das in Lasuren aufgebaut ist, leuchtet von innen. Das ist keine Metapher, es ist Physik und Psychologie zugleich. Warum Schichtmalerei den Menschen anders erreicht, und was das Sfumato in uns auslöst.
5. Juli - Polarität
Kein Licht ohne Schatten. Keine Form ohne Gegenform. Manfred Scharpf spricht über die Gesetze, die sein gesamtes Werk durchziehen als Bildprinzip, als Lebensgesetz, als das, was ein Bild erst lebendig macht.
12. Juli - Gold und Vergänglichkeit
Blattgold auf Poliment überdauert Jahrhunderte. Was verdient es, zu bleiben? Ein Abend über Schönheit, Dauer und den Mut zum Kostbaren.
19. Juli - Das Bild und der Betrachter
Ein Bild verändert sich nicht. Aber der Mensch davor verändert sich wenn er bleibt, wenn er schaut, wenn er sich einlässt. Was geschieht, wenn jemand wirklich hinsieht und sieht.
26. Juli - Pittura cosa mentale
Leonardo nannte Malerei eine geistige Angelegenheit. Im letzten Abend spricht Manfred Scharpf über sein Lebenswerk, über die Überzeugung, die alles trägt - dass ein Bild, das aus Substanz entsteht, Substanz hinterlässt. Im Raum. Und im Menschen der davor steht.
Die ersten Wochen im Studio Fundamentum haben gezeigt, wie groß das Interesse an den verborgenen Grundlagen der Malerei ist. Besucher kommen, um die Werke im Original zu sehen, Manfred Scharpf zuzuhören und mit ihm über Kunst, Materialien und die Erfahrungen eines langen Malerlebens zu sprechen.
Deshalb wird die Reihe bis zum 23. August 2026 fortgesetzt.
Jeder Sonntag widmet sich einem eigenen Gedanken aus Manfred Scharpfs Werk. Die Gespräche beginnen beim Material und beim Handwerk, führen jedoch häufig weiter zu Fragen nach Verwandlung, Erkenntnis und dem schöpferischen Umgang mit dem Leben.
2. August
Dionysos – der Gott der Verwandlung
Die Kunst als inneres Wesen der Seele Dionysos steht für Wandel, Lebenskraft und das Überschreiten fester Grenzen. Das Gespräch führt zu der Frage, wie sich innere Bewegung in einem Kunstwerk ausdrücken kann.
9. August
Vom Blei zum Gold - Alchemie und Malerei
Die Alchemie suchte nach Verwandlung. Auch der Maler verwandelt einfache Stoffe in etwas Neues: Kreide wird zum Grund, Pigment zur Farbe und Blattgold zum Träger des Lichts.
16. August
Die Kunst als Goldmine der Erkenntnis - Das innere Wesen der Malerei
Ein Kunstwerk zeigt mehr als ein sichtbares Motiv. In ihm verdichten sich Erfahrungen, Entscheidungen und Erkenntnisse, die sich dem Betrachter oft erst mit der Zeit erschließen.
23. August
Du bist, was du suchst - Die Entdeckung des inneren Goldes
Die Suche nach dem Besonderen führt häufig zurück zum Menschen selbst. In der Malerei kann sichtbar werden, was lange verborgen war und dennoch den eigenen Weg bestimmt.
"Aufbruch – Irrfahrt – Ankunft" - Vorschau auf den neuen Aeneas-Zyklus
Zum Abschluss gibt Manfred Scharpf einen Einblick in sein neues Werk. Der Aeneas-Zyklus handelt vom Aufbruch, von Umwegen und der Suche nach einem Ort, an dem etwas Neues beginnen kann.
Anmeldung erwünscht · manfredscharpf@t-online.de · Tel. 07561 6308
@scharpfmanfred auf Instagram